Gründer Experten

Gründerpersönlichkeit

Aus welchem Holz sind Sie als Gründer geschnitzt? Diese Frage stellen sich viele Start Ups vor der Gründung und überlegen ob der Schritt für sie der richtige Weg ist. In diesem Ratgeber verrate ich Ihnen was einen Gründer so ausmacht und welche Einstellung er haben sollte.


Was muss ich als Gründer mitbringen?

Als Gründer gilt es besonders sechs Bereiche abzudecken, um den Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmensgründung zu legen.

Kaufmännisches- und fachliches Know How
Häufig haben vor allem Gründer gerade in dem Bereich, in dem sie gründen enorm viel fachliche Expertise und glauben, dass dies ausreicht. Dem ist leider nicht so. Denn als Unternehmen müssen Sie sowohl in Ihrem Fach sehr gut sein, aber auch in den Randgebieten, die zum Unternehmertum dazugehören. Ein wichtiger Bereich ist kaufmännisches Know How. Damit ist nicht nur die Buchhaltung gemeint, die man ohne Probleme outsourcen kann, sondern das Handeln und Denken eines Unternehmers. Sie sollten wissen wann sich ein Auftrag lohnt und wann nicht, zudem sollten Sie die Weitsicht haben Ihr Unternehmen strategisch auszurichten. Nur so kann ein konstantes Firmenwachstum gewährleistet werden. Bei vielen Gründern scheitert es an diesem Wissen was zu großen Folgen in der strategischen Planung Ihres Unternehmens führen kann und Sie z.B. nach mehreren Jahren merken, dass Sie gar nicht gewachsen sind, sondern nur im Tagesgeschäft arbeiten. • Marktkenntnisse und Kenntnisse zur Zielgruppe Vor einer Gründung sollten Sie als Gründer ausreichende Informationen über Ihren relevanten Markt und die Zielgruppe sammeln. Was hat das jetzt mit der Gründerpersönlichkeit zu tun? Nun ja, wenn Sie wissen wer Ihre Kunden und wer Ihre Zielgruppe ist, dann können Sie entscheiden und feststellen, ob Sie mit der Zielgruppe umgehen wollen und können. Wenn Sie merken, dass Sie zwar ein Produkt oder eine Leistung anbieten können, Sie aber für die Zielgruppe nichts übrig haben, dann sollten Sie sich entweder einen anderen Vertriebsweg suchen oder von der Gründung absehen, denn gerade zum Start sollte der Gründer selber auch im Vertrieb arbeiten um die Prozesse kennen zu lernen

Kreativität und Risikobereitschaft
Wie Risikobereit und wie kreativ sind Sie? Nach der Gründung hört für die meisten Gründer der wohlbehütete und geordnete Bereich des Angestelltendaseins auf. Auf einmal gibt es keine Prozesse mehr im Unternehmen. Angefangen vom Urlaubsantrag über die Vorlage für ein Angebot hin zu Informationsmaterialien für Kunden. Hier müssen Sie kreativ sein und den für Sie besten Weg wählen. Als Gründer können Sie auf einem unbeschriebenen Blatt anfangen und alles selbst gestalten, das erfordert viel Kreativität um vor allem andere Wege als alle anderen zu gehen. Jedoch kann nicht jeder mit so viel Freiheit umgehen und sollte dann lieber in einem Angestelltenverhältnis bleiben. Jede Chance birgt auch ein Risiko, um zu wachsen muss man Risiken eingehen, wenn damit ein Profit einhergeht. Sind Sie jemand der solche Risiken eingeht oder sind Sie derjenige der sehr sicherheitsorientiert ist. Wenn Sie sehr sicherheitsorientiert sind, dann sind ein unregelmäßiges Einkommen und Entscheidungen aus dem Bauch heraus nichts für Sie und Sie sollten überlegen ob der Schritt in die Selbstständigkeit das richtige für Sie ist.

Selbstdisziplin
Selbstdisziplin ist für Gründer ein großes Thema. War es früher Ihr Vorgesetzter und Ihr Chef der Sie für gute Arbeit gelobt hat oder für schlechte getadelt hat, so ist nach der Gründung niemand der da der Ihnen diese Zustimmung oder Ablehnung gibt. Sie müssen sich jeden Morgen selbst motivieren aufzustehen und an Ihrem Traum zu arbeiten. Gelingt Ihnen ein „dicker“ Auftrag, so müssen Sie sich selbst und angemessen belohnen und im Falle einer Niederlage auch selbst wieder motivieren. Vor der Gründung sollten Sie gut überlegen, ob Sie diese Disziplin haben oder nicht. Bei nichtvorhandener Disziplin laufen Sie Gefahr Ihr Unternehmen in den Ruin zu treiben, weil Sie vielleicht gar nicht zur Arbeit gehen.

Zielstrebigkeit
Ziele selbst stecken und diesen dann nacheifern bis das Ziel erreicht ist. Sind Sie so ein Typ? Wenn ja, dann rein in die Selbstständigkeit. Wenn nein, bitte Finger weg vom Start Up. Als Gründer müssen Sie sich Ihre Ziele z. B. über den Liquiditätsplan oder mit Hilfe der SMART Methode selbst setzen. Diesen müssen Sie dann nacheifern und selbst erreichen. Wenn es dann mal nicht so gut läuft, müssen Sie selbst wieder auf die Beine kommen und weiter am Ziel arbeiten. Nur mit einem starken Willen lassen sich die selbst gesteckten Ziele einer Selbstständigkeit erreichen.

Kommunikationsstärke
Für Ihre Ziele einstehen und diese auch kommunizieren müssen. Selbst wenn Sie nicht der Vertriebler schlecht hin sind, werden Sie als Unternehmer nicht drum herum kommen sich mit Partnern wie Banken oder Lieferanten zu unterhalten. Hier sollten Gründer durch gutes Auftreten und einem gewissen Maß an Kommunikationsstärke auftreten, um für Ihre Interessen einzustehen und vor allem auch im Sinne des eigen Start Ups zu verhandeln. Sollten Sie diese Fertigkeit nicht beherrschen, so empfiehlt es sich diese u.a. durch Seminare oder Trainings zu verbessern. Sie sehen, es braucht viele Eigenschaften, um ein Unternehmer zu sein. Einige dieser Fertigkeiten kann man durch Trainings und Seminare entwickeln oder verbessern. Einige dieser Eigenschaften hat man, oder man hat sie nicht. Prüfen Sie kritisch ob Sie ein Unternehmertyp sind oder nicht. Sollten Sie es nicht sein, sind Sie so ehrlich zu sich selbst und vernachlässigen Sie die Gründung. Wenn Sie jedoch genau der Typ sind, aus dem Unternehmer geschnitzt sind, dass rein ins Abenteuer und eine unvergessliche Zeit der Gestaltung und Erfahrungen.


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